Der freiwillige Ehrencodex für Blogger ist eine Auszeichnung, die in Form des “Ehrencodex”-Logos am eigenen Blog präsentiert wird.

Der Blogger zeigt damit seine Bereitschaft, Kooperationen einzugehen, beispielsweise mit Firmen zusammen zu arbeiten und sich dabei an ethische Richtlinien zu halten. Blogger, die das Ehrencodex Logo führen, fordern Unternehmen auf, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

Blogger Ehrencodex

Als Blogger verpflichte ich mich, den Ehrencodex einzuhalten:

QUALITÄT

  • 01

    Ich recherchiere die Inhalte meines Blogs sorgfältig.

  • 02

    Auf fremde Inhalte verweise ich mittels Quellenangaben.

  • 03

    Mein Blog wird regelmäßig gewartet und Sicherheitsupdates werden installiert.

  • 04

    Ich spamme nicht! Newsletter und Abonnements haben eine Abmeldemöglichkeit.

Transparenz

  • 01

    Ich arbeite gerne mit Firmen und Marken zusammen!

  • 02

    Als Blogger vertrete ich meine Meinung. Ein käuflicher Erwerb einer bestimmten Meinung ist nicht möglich.

  • 03

    Ich bin offen für Kooperationen wie: Gewinnspiele, Produkttests, Advertorials, Firmenbesuche o. Ä.

  • 04

    Als Blogger kennzeichne ich Werbung (“z.B Werbung oder Anzeige”) und nenne den Auftraggeber.

Einbettungscode “Blogger Ehrencodex”


Clean Style Schwarz (Transparent)


<a href="https://diegesundheitsblogger.com/premium-blog-ehrencodex/" title="Blogger Relations Ehrencodex" target="_blank"><img src="https://diegesundheitsblogger.com/wp-content/uploads/2018/10/ehrencodex_250_250_black.png" style="border:0;" alt="Blogger Relations Ehrencodex Logo" /></a>

Clean Style Weiß (Transparent)


<a href="https://diegesundheitsblogger.com/premium-blog-ehrencodex/" title="Blogger Relations Ehrencodex" target="_blank"><img src="https://diegesundheitsblogger.com/wp-content/uploads/2018/10/ehrencodex_250_250_white.png" style="border:0;" alt="Blogger Relations Ehrencodex Logo" /></a>

Premium Blog Ehrencodex

Creative Commons Lizenzvertrag

Das Blogger Ehrencodex Logo ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz. Dies bedeutet: um unsere Logos zu verwenden, musst du unseren Einbettungscode verwenden und das Logo unverändert lassen (Größenanpassungen und “No-Follow” sind selbstverständlich erlaubt).

Ein Zuwiderhandeln gegen die Regeln des Ehrencodex führt zu einem dauerhaft Entzug des Nutzungsrechts des Logos.

Rechtliche Tipps für Blogger

Personen, die sich über Produkte, Marken oder Themen in sozialen Medien äußern und damit andere Nutzer beeinflussen, werden bereits seit 2007 als „Influencer“ bezeichnet. Sie sprechen meist ein breites Publikum an und verfügen dementsprechend über eine große Fangemeinde, die sogenannten „Follower“. Bei diesen genießen sie ein hohes Ansehen.

Influencer kommunizieren häufig über mehrere unterschiedliche Social-Media-Kanäle, allen voran Facebook, Twitter oder Instagram. Doch auch Blogger zählen nach wie vor zu einer der wichtigsten Gruppen von Influencern und prägen durch Empfehlungen, Bewertungen oder Äußerungen die Meinung ihrer Follower.

Wirst du für deine Beiträge bezahlt oder stellst Produkte eines bestimmten Unternehmens in deinem Blog gegen Bezahlung vor, können dir jedoch rechtliche Konsequenzen drohen, wenn du dich nicht an gewisse Vorgaben hältst. Im Folgenden erfährst du, wie die Strafen für Influencer aussehen und welches Fehlverhalten genau geahndet werden kann.

Verstöße gegen das Urheberrecht

Es ist nicht erlaubt, urheberrechtlich geschützte Texte, Fotos oder Videos zu verbreiten, ohne dass der eigentliche Urheber seine Zustimmung dazu gegeben hat. Verwendest du als Influencer in deinem Blog solche Inhalte und verbreitest diese kommerziell, obwohl keine Einverständniserklärung des Schöpfers vorliegt, handelt es sich um eine gewerbliche Urheberrechtsverletzung.

In diesem Fall kann eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren auf dich zukommen. Dieser Verstoß gegen das Urheberrecht kann außerdem dazu führen, dass der eigentliche Urheber Ansprüche auf Schadensersatz und Unterlassung geltend machen kann.

In diesem Zusammenhang ist nicht selten die Rede von einer Unterlassungserklärung. Hast du als Influencer eine solche erhalten, solltest du diese zunächst einmal von einem Anwalt prüfen und gegebenenfalls anpassen lassen, bevor du sie blindlings unterschreibst. Dadurch entstehen zwar weitere Kosten, aber du bist zumindest abgesichert.

Das Recht am eigenen Bild

Laut dem Kunsturhebergesetz (KunstUrhG bzw. KUG) dürfen Fotos nur dann verbreitet werden, wenn die abgebildete Person auch damit einverstanden ist. Erstellst du als Blogger beispielsweise selbst Fotos von Gerichten, Orten oder ähnlichem, musst du dir in der Regel keine Sorgen machen, da hier keine Menschen abgebildet sind. Zudem bist du selbst der Urheber und kannst frei über die Verwertung entscheiden.

Problematisch kann es dann werden, wenn auf deinen Bildern Personen zu sehen sind. Verwendest du diese ohne deren Zustimmung, können dir als Influencer Strafen drohen. Diese werden zumeist mithilfe einer Abmahnung samt Unterlassungserklärung durchgesetzt. 

Verschleierung von Werbung

Wer in Deutschland eine Marke oder ein Produkt bewirbt, muss dies eindeutig kennzeichnen. Werbung muss demnach auch als solche erkennbar sein. Dies ist sowohl im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) als auch im Telemediengesetz (TMG) definiert. Für dich als Influencer bedeutet das: Empfiehlst du beispielsweise ein bestimmtes Produkt in deinem Blog und machst Werbung dafür, solltest du dies auch entsprechend kenntlich machen.

Ansonsten könnte es sich um Schleichwerbung handeln, was eine Geldbuße von bis zu 500.000 Euro nach sich ziehen könnte. Verstößt du gegen das UWG in deinem Blog, kannst du auch abgemahnt werden. Die Strafe besteht in einem solchen Fall aus der Zahlung einer Geldbuße in Höhe von mehreren tausend Euro.

Weitere Tipps für Blogger

Einige Blogger wundern sich, wieso sie von Unternehmen nicht angeschrieben werden. Neben der eigenen Reichweite und der Qualität des Contents kann dies rechtliche Ursachen haben. Andere Blogger wiederum erhalten von Unternehmen Produkte, um diese in ihren Beiträgen bzw. sozialen Kanälen einzubinden. Dies ist eine normale Vorgehensweise der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bloggern, die unter dem Titel „Blogger-Relations“ läuft. Als Blogger freut man sich natürlich über die erhaltenen Produkte, dennoch sind hier einige rechtliche Dinge zu beachten, wie zum Beispiel die Frage, ob man Werbung kennzeichnen muss oder nicht.

Hier erfährst du, wie du dich rechtlich absicherst und es Unternehmen einfacher machst, dich zu kontaktieren. Im deutschsprachigen Raum gibt es gesetzliche Vorgaben, die unter dem Namen „Trennungsgebot“ und „die Vermeidung von Schleichwerbung“ laufen. Es ist klar, warum Unternehmen auf uns Blogger zurückgreifen: während klassische Medien in ihrer Reichweite oft rücklaufende Zahlen zu vermelden haben, erfreuen sich Blogger einer wachsenden Beliebtheit. Blogger wirken authentisch(er) und sind damit die besseren Markenbotschafter.

Wieso Unternehmen keinen Kontakt zu Bloggern aufnehmen

Die Hauptgründe dafür können sein: mangelnde Reichweite des Blogs, Mangel an Qualität der veröffentlichten Beiträge oder das Unternehmen erfährt nicht von deinem Blog. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, wieso Unternehmen bei der Kontaktaufnahme vorsichtig sind: die Gefahr einer Abmahnung! Dies erkläre ich nachfolgend genauer.

Ein Unternehmen nimmt mit dem Blogger Kontakt auf

Blogger, die unseren Ehrencodex eingebunden haben, machen Firmen darauf aufmerksam, dass sie bereit für Kooperationen sind. Die Firma kann so bedenkenlos Kontakt mit dem Blogger aufnehmen und ist dabei rechtlich abgesichert. Ohne den ausdrücklichen Hinweis auf Kooperationsbereitschaft auf eurem Blog, könnte eine Firma bei Werbeanfragen rechtlich belangt werden. Ungefragt zugesendete E-Mails seitens der Firma oder ungefragt zugesendete Produkte (was sowieso nicht geschehen sollte) fallen unter die Grundsätze des E-Mailmarketings und sind auch gesetzlich als Spam abmahnbar (§ 7 Abs.2 Nr.3 UWG). Der Ehrencodex ist daher eine gute Möglichkeit für Blogger, es den Firmen hier leichter zu machen und diese rechtlich abzusichern bzw. zur Kontaktaufnahme aufzufordern.

Auch wenn wir persönlich noch nie den Fall hatten und alles tun, um Abmahnungen zu vermeiden, soll es hier erwähnt sein: wenn eine Firma laufend ungefragt E-Mail-Anfragen schickt, ihr euch belästigt fühlt und die Firma auch nach Aufforderung die Zusendungen nicht abstellt, ist eine Abmahnung der Firma möglich.

Ein Unternehmen schickt dem Blogger Waren

Solltet ihr ungefragt Waren einer Firma erhalten, seid ihr nach § 241 a BGB nicht verpflichtet, dieses zu bezahlen, aufzubewahren oder zurück zu schicken. Außerdem gilt: wenn ihr unaufgefordert ein Produkt erhaltet, kann die Firma von euch keinen Blog-Beitrag einfordern, denn dies wäre ein abmahnbarer Wettbewerbsverstoß. Eine Firma darf euch lediglich bitten, einen Beitrag zu schreiben. Natürlich darf eine Firma darauf hinweisen, dass sie keine weiteren Produkte zusenden wird, wenn kein Beitrag verfasst wird.

Blogartikel als Werbung kennzeichnen?

Gemäß §§ 4 Nr. 3 UWG, 58 Abs. 1 RStV darf der Blogger das Vertrauen seiner Leser nicht missbrauchen. Dies bedeutet:

  • Als Blogger müssen wir, sobald wir durch wirtschaftliche Vorteile beeinflusst werden, diese Vorteile offen legen. Dies bedeutet, den Beitrag als Werbung also „Werbung/Anzeige“ zu kennzeichnen.
  • Wichtig: benutzt z.B. das Wort "Anzeige" und nicht "Sponsored Post"! Der Grund ist einfach: der englische Begriff ist abmahnbar!
  • Nach dem Trennungsgebot müssen wir redaktionelle Inhalte und wie Beiträge aussehende Werbungen klar voneinander trennen.
  • Achtung: Die Hinweispflichten gelten für alle Medien gleichermaßen - dies bedeutet auch alle sozialen Kanäle.

Wichtig ist hier, dass der Leser den Umfang der Beeinflussung erkennen kann. Dies bedeutet: bei einem freiwilligen Beitrag reicht ein Hinweis auf das Sponsoring. Falls ihr aber vorformulierte Texte erhält oder extra für ein Unternehmen einen Beitrag schreibt, muss der Beitrag klar als Werbung gekennzeichnet werden. Halten wir uns als Blogger nicht an diese Regel (welche übrigens in unserem Ehrencodex klar dargelegt ist), begehen wir einen abmahnbaren Wettbewerbsverstoß.

Product Placement auf YouTube

Hier gilt: Eine Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen ist dann keine meldepflichtige Produktplatzierung, wenn der Wert der Ware unter 1.000 Euro liegt.

In Österreich ist auch die Meldepflicht bei der Medienbehörde RTR/KommAustria zu beachten, sofern der YouTube Kanal gewerblich betrieben wird und Einkünfte aus diesem erwirtschaftet werden. Hierzu findet ihr hier mehr Informationen.

No-Follow Links und Google

Ein weiterer wichtiger (nicht rechtlicher) Punkt ist Werbung und Verlinkung. Hier gilt es die folgenden Verlinkungen mit einem "nofollow" zu versehen:

  • Bezahlte Links / gekaufte Links
  • Bezahlte Werbung / Sponsored Posts
  • Einladungen zu Events
  • Gastbeiträge / Advertorials
  • Links, die thematisch nicht zum Blog passen
  • Affiliate Links
  • Links auf Formularseiten (wie z.B. „Hier anmelden“, „Newsletter bestellen“)
  • Links auf nicht „vertrauenswürdige“ Inhalte oder Inhalte mit einem negativen Bezug

Der Grund hierfür ist einfach: hier geht es um die Google Richtlinie und die Vermeidung einer Abwertung des eigenen Blogs durch Google: Damit die Suchergebnisse nicht durch bezahlte Links beeinflusst und damit die Nutzer nicht getäuscht werden, fordern wir Webmaster nachdrücklich auf, für solche Links das Attribut nofollow zu verwenden. Die Richtlinien für Suchmaschinen schreiben bei bezahlten Werbelinks einen maschinenlesbaren Hinweis vor. Dies ist vergleichbar mit der Kennzeichnung von Werbung in Online- und Offlinemedien gegenüber den Verbrauchern. So werden beispielsweise ganzseitige Werbeanzeigen in Zeitungen häufig durch die Überschrift „Anzeige“ gekennzeichnet (Quelle: Google Richtlinien)

Antworten auf Werbefragen in sozialen Medien

Hier könnt ihr ein kostenloses PDF mit dem Titel "Antworten auf Werbefragen in sozialen Medien" herunterladen.